Was uns verbindet: Liebe als generationsübergreifende Erfahrung in der Kunst
Das Seminar untersucht Liebe als generationsübergreifende emotionale und soziale Erfahrung im Kontext künstlerischer Praxis. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie biografische, gesellschaftliche und zeitgeschichtliche Bedingungen Wahrnehmung, Erfahrung und Darstellung von Liebe prägen.
Menschen unterschiedlicher Generationen haben Liebe erfahren, verloren, gesucht, erinnert oder weitergegeben. Welche Unterschiede zeigen sich dabei? Welche Gemeinsamkeiten verbinden unterschiedliche Lebensalter? Und wie lassen sich emotionale Erfahrungen künstlerisch sichtbar machen?
Durch gemeinsame künstlerische Prozesse und dialogische Begegnungen zwischen Studierenden, Bewohner:innen der Seniorenresidenz Belia sowie Teilnehmer:innen des AWO-Projekts LiA entstehen Räume für Wahrnehmung, Austausch und Reflexion. Individuelle Erinnerungen, persönliche Gegenstände, Geschichten und Materialien dienen als Ausgangspunkt gemeinsamer künstlerischer Arbeiten.
Die intergenerationelle Perspektive ermöglicht es, soziale und emotionale Differenzen wahrzunehmen, kritisch zu hinterfragen und miteinander in Beziehung zu setzen. Kunst wird dabei als Medium der Begegnung, Kommunikation und des Perspektivwechsels verstanden.
Ziel des Seminars ist es, neue Perspektiven auf zwischenmenschliche Beziehungen und gesellschaftliche Wirklichkeiten zu eröffnen sowie gemeinsame künstlerische Ausdrucksformen zu entwickeln. Die entstandenen Arbeiten werden abschließend im Rahmen einer Wanderausstellung präsentiert.
Kathrin Brommer, M.A.
Mein Name ist Kathrin Brommer. Nach nunmehr sieben Jahren als Koordinatorin der FreiwilligenAgentur Witten, bin ich seit März 2022 als Referentin für Service Learning und Gesellschaftliches Engagement im WittenLab.Zukunftslabor Studium Fundamentale der Universität Witten/Herdecke tätig. Mir liegt sehr daran,
einen interdisziplinären Austausch zu schaffen und Synergieeffekte zwischen Universität, Student*innen, Stadt und Region zu ermöglichen und zu bündeln. Durch das Zusammenspiel zwischen regionalen Kooperationspartnern, Studierenden und Universität will das gesellschaftliche Engagement in der Region
gestärkt werden. Zugleich sollen Studierende die Vielfalt des Engagements in der Region kennen lernen; sich selbst und andere im gesellschaftlichen nachhaltigen Tun besser verstehen lernen und das vorhandene Know-How im Sinne des bedarfs- und gemeinwohlorientierten zivilgesellschaftlichen Einsatzes mit Unterstützung begleitender und reflektierender Seminare anwenden.
Prof. Dr. Claus Volkenandt
Ziele & Kompetenzen
Zielsetzung des Seminars:
• intergenerationellen Austausch und soziale Begegnung
• Sensibilität für unterschiedliche Lebensrealitäten
• Reflexion über Liebe als gesellschaftlich und biografisch geprägte Erfahrung
• künstlerisch-praktische Ausdrucksfähigkeit
• kommunikative und empathische Kompetenzen
• die Verbindung von Theorie, Praxis und gesellschaftlicher Teilhabe
Die Studierenden profitieren insbesondere durch:
• praktische Erfahrungen im intergenerationellen Arbeiten
• Einblicke in biografische und emotionale Erfahrungswelten anderer Generationen
• die Entwicklung sozialer, kommunikativer und reflexiver Kompetenzen
• das Erleben von Kunst als sozialer und dialogischer Praxis
• die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen von Nähe, Beziehung und Erinnerung
• die Möglichkeit, künstlerische Prozesse außerhalb universitärer Räume zu gestalten
• Erfahrungen im Bereich kultureller Bildung und sozialer Kunstpraxis