Meine UWH
Menü schließen

Von der Schwarzwaldklinik bis Grey’s Anatomy: Digitale Gesundheitswelten auf dem Prüfstand

Prof. Dr. Theresa Sophie Busse

Reflexiv
Gesundheit & Körper Technologie & Digitalisierung
Präsenz
deutsch
14-täglich
Teilnahmemodalitäten
Termine
UWE

Die Lehrveranstaltung widmet sich der kritischen Auseinandersetzung mit der Darstellung digitaler Gesundheitstechnologien in gesundheitsbezogenen Fernsehserien. Anhand von durch Teilnehmende ausgewählten Serienfolgen analysieren wir, wie Telemedizin, KI in der Diagnostik, elektronische Patient:innendaten u. a. medial inszeniert werden. Ziel ist es, mediale Narrative mit der Realität digitaler Gesundheitsversorgung abzugleichen und zu reflektieren. In der ersten Sitzung werden gemeinsam Serien gesammelt. Je eine Kleingruppe von Studierenden übernimmt die Zuständigkeit für eine Serie und legt unter Nutzung von ChatGPT eine geeignete Folge fest. In den folgenden Sitzungen wird je eine Serienfolge gemeinsam angesehen. Anschließend hält die zugehörige Kleingruppe einen Kurzvortrag, basierend auf einer vorgegebenen Struktur, der die Grundlage für die gemeinsame Diskussion bildet. Dabei wird untersucht, wie welche Aspekte der digitalen Gesundheitsversorgung dargestellt werden.

Prof. Dr. Theresa Sophie Busse

Theresa Sophie Busse

Ich bin Inhaberin der Juniorprofessur für Digital Health an der Universität Witten/Herdecke. In der Lehre beschäftige ich mich mit vielfältigen Themen - etwa in der Ringvorlesung "Mensch-Tier-Beziehung #govegan" und auch dem Seminar "Von der Schwarzwaldklinik bis Grey’s Anatomy: Digitale Gesundheitswelten auf dem Prüfstand". Hier bringe ich auch meine Erfahrung aus der Arbeit als Gesundheits- und Krankenpflegerin (B.Sc.) in verschiedenen Settings (Krankenhaus, Hospiz) sowie Erkenntnisse aus meinem Weiterbildungsstudium Angewandte Ethik (M.A.) ein. Mich interessieren Fragen der Gerechtigkeit in vielfältiger Hinsicht.

In meiner Forschung fokussiere ich die Untersuchung von Akzeptanz- und Implementierungsfaktoren von digitalen Technologien in der Gesundheitsversorgung sowie der digitalen Gesundheitskompetenz.

Prof. Dr. Sven Meister

Sven Meister

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz beeinflussen unsere Lebens- und Arbeitswelt. Als Informatiker, sitzend in der Humanmedizin, interessieren mich nicht nur die technischen sondern auch die menschlichen Aspekte - in meinem Fachbereich nennt man das Mensch-Technik Interaktion (MTI). Die MTI verknüpft technische, psychologische, sozialwissenschaftliche und ethische Aspekte, um zu verstehen, warum Menschen Bock auf Technik haben und wie Technik gestaltet sein muss, um größtmögliche Akzeptanz zu erzielen. Mich begeistert die hoch interdisziplinäre Forschung, welche Professionen zusammenbringt.

Nach meinem Studium der Bio- und Medizininformatik in Bielefeld, ging es nach Dortmund. Parallel zu meiner Arbeit an einem Fraunhofer-Institut promovierte ich an der TU Dortmund im Bereich der angewandten Informatik. Seit 2021 habe ich den neu geschaffenen Lehrstuhl für Gesundheitsinformatik an der UW/H inne, bin aber weiterhin an das Fraunhofer ISST in Dortmund affiliiert.

Seminar zur Merkliste hinzufügen

Ziele & Kompetenzen

Thematische Schwerpunkte: digitale Technologien im Gesundheitswesen, narrative und visuelle Inszenierung von Digital Health in Serien, Spannungsverhältnis zwischen medialer Darstellung und tatsächlicher Versorgungspraxis, ethische und gesellschaftliche Implikationen digitaler Gesundheitsinnovationen, Reflexion über die Wirkung popkultureller Darstellungen auf die öffentliche Wahrnehmung von Digitalisierung im Gesundheitswesen, Prompting

Lernergebnisse: Studierende kennen zentrale digitale Gesundheitsinnovationen. Studierende verstehen grundlegende Konzepte medialer Inszenierung. Studierende können mediale Darstellungen im Kontext realer technischer, gesundheitsbezogener, ethischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen einordnen. Studierende nutzen ChatGPT zu Recherchezwecken.

Kompetenzen: Studierende analysieren eigenständig audiovisuelle Inhalte im Hinblick auf medizinische und technologische Plausibilität. Studierende bewerten die Darstellung digitaler Gesundheitsinnovationen und deren potenzielle Wirkung auf Zuschauer:innen kritisch. Studierende kommunizieren ihre Analyseergebnisse strukturiert im Rahmen von Kurzvorträgen und Diskussionen. Studierende arbeiten kooperativ in Kleingruppen und gestalten aktiv Lehre. Studierende reflektieren das Zusammenspiel von digitalen Gesundheitsinnovationen, Patient:innen, Versorger:innen und Zugehörigen sowie die Gesellschaft in Bezug auf ihre berufliche (zukünftige) Praxis und Patient:innen-perspektive. Studierende erarbeiten einen Prompt um eine passende Serienfolge zu finden.

Maximale Teilnehmendenzahl

25 Teilnehmer