Meine UWH
Menü schließen

Transformatives Lernen im Zeitalter der KI

Manuel Dolderer

Reflexiv
Selbst & Persönlichkeit Technologie & Digitalisierung
Präsenz
deutsch
Wöchentlich
Teilnahmemodalitäten
Termine
UWE

Wie lernen Menschen so, dass sich nicht nur ihr Wissen, sondern ihre Perspektive auf die Welt und ihre Selbstwahrnehmung verändern? Und wie können wir Lernumgebungen gestalten, die solche Transformationen ermöglichen – in einer Zeit, in der KI die Frage nach dem Ziel von (akademischer) Bildung grundlegend neu stellt?

Das Seminar verbindet drei Ebenen: Studierende erarbeiten die theoretischen Grundlagen transformativen Lernens, wenden diese Erkenntnisse auf die kritische Analyse ihrer eigenen Studienprogramme an und entwickeln konkrete Gestaltungsvorschläge für transformative Lernerfahrungen an der Universität Witten/Herdecke.

Dabei sind insbesondere Studierende eingeladen, die sich aktiv im Transformationsprojekt in der WiGe, im LIC oder in anderen Lernprojekten an der UW/H engagieren.

KI bildet dabei sowohl den Kontext (Warum ist transformatives Lernen heute wichtiger denn je?) als auch ein Werkzeug (Wie könnte KI transformatives Lernen unterstützen oder gefährden?).

Manuel Dolderer

Manuel Dolderer

Manuel Dolderer setzt sich als Bildungsunternehmer, Gründer, Berater und Vordenker dafür ein, Hochschulbildung im Zeitalter von KI als Raum für Neugier, Selbstwirksamkeit und gesellschaftliche Verantwortung neu zu denken und systemisch zu verankern.

Er ist Mitgründer und war langjähriger Präsident der CODE University of Applied Sciences in Berlin, einer innovativen Hochschule für digitale Produktentwicklung. Dort verantwortete er den Aufbau und die Etablierung eines neugiergetriebenen, projektbasierten Lernmodells, das früh auch Fragen des Einsatzes von AI in Lehre und Praxis adressierte. Parallel gründete er die code+design Initiative, einen Verein, der mit seinen Angeboten chancenbenachteiligten Jugendlichen hilft, den praktischen Einsatz digitaler Technologien zu erlernen und dabei Selbstwirksamkeitserfahrungen zu machen

Davor verantwortete er den Aufbau der praxisHochschule (Klett-Gruppe), die später in die Europäische Fachhochschule (EU|FH) überging. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, Philosophie und Kulturwissenschaften an der Universität Witten/Herdecke, wo er sich unter anderem als Vorstand der StudierendenGesellschaft engagierte.

Als Mitglied der Peer-to-Peer-Beratung des Hochschulforums Digitalisierung hat er zahlreiche Hochschulen bei der digitalen Transformation begleitet. Mit Vorträgen und Publikationen – unter anderem bei OEB Global, Times Higher Education, dem University Future Festival und TEDx – trägt er seit Jahren zu internationalen Diskussionen über die Zukunft der Hochschulbildung bei.

Derzeit engagiert er sich als Berater für ein Transformationsprojekt an seiner Alma Mater, der Universität Witten/Herdecke, und wirkt zugleich an der Gründung der Zukunftsallianz für Transformative Bildung mit.

Seminar zur Merkliste hinzufügen

Ziele & Kompetenzen

Theorie transformativen Lernens (Mezirow)

Kognitive Grundlagen des Lernens (Dehaene)

Selbstbestimmungstheorie und intrinsische Motivation (Deci & Ryan)

Selbstwirksamkeitserwartung (Bandura)

Growth Mindset (Dweck)

Learning Experience Design

KI als Kontext: Kompetenzverschiebung in der VUCAAI-Welt

KI als Werkzeug: Potenziale und Grenzen KI-gestützten Lernens

Beobachtung und Dokumentation von transformativen Lernprozessen

Lernergebnisse (Wissensebene):

Verständnis der theoretischen Grundlagen transformativen Lernens

Kenntnis kognitionspsychologischer und motivationspsychologischer Befunde zum Lernen

Fähigkeit zur kritischen Analyse von Lernumgebungen hinsichtlich ihres transformativen Potenzials

Verständnis der Chancen und Risiken von KI für Bildungsprozesse

Kompetenzen (Handlungsebene):

Systematische Reflexion des eigenen Lernens und der bewussten und unbewussten Lerngewohnheiten

Entwicklung evidenzbasierter Gestaltungsvorschläge für Lernumgebungen

Konstruktives Peer-Feedback geben und annehmen

Komplexe Ideen strukturiert präsentieren und verteidigen.

Maximale Teilnehmendenzahl

30 Teilnehmer