Sozial denken, kreativ handeln: Handarbeiten verbinden Menschen
Dieses Projekt findet in der Werkstatt von nouranour in der Wittener Innenstadt statt. Signal of Solidarity e. V. – nouranour ist ein Projekt, das sich dem interkulturellen Austausch, dem praktischem Lernen sowie der Integration und dem Umweltbewusstsein durch gemeinsames Tun widmet. Studierende arbeiten gemeinsam mit unseren Teilnehmerinnen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen an kreativen und handwerklichen Projekten rund um Textil, Mode und Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt stehen Begegnung auf Augenhöhe, Lernen durch Praxis und gegenseitiger Wissensaustausch. Sprache entsteht dabei ganz selbstverständlich im Alltag – durch Zusammenarbeit.
Am Ende des Projekts haben die Studierenden mit Unterstützung zwei bis vier textile Produkte genäht (Laptoptasche, Beutel, Etui und Brottasche mit Bienenwachs). Ergänzend finden Reflexionsrunden zu den Themen Nachhaltigkeit, Modeindustrie und Interkulturalität statt.
Karla Paz
Mein Name ist Karla Paz. Ich bin ausgebildete Handarbeitslehrerin und arbeite sehr gerne mit Menschen. Sprache war für mich in den ersten Jahren eine große Herausforderung, weshalb es mir besonders am Herzen liegt, meine Erfahrungen und Kenntnisse mit anderen Frauen mit Migrationsgeschichte zu teilen.
Ich arbeite bei nouranour in der Ruhrstraße in Witten, wo ich derzeit eine Gruppe von 16 Frauen begleite, die an einer Maßnahme teilnehmen. Gemeinsam beschäftigen wir uns mit Stoffen, Schnittmustern und der Frage, wie Sprache durch Zusammensein, gemeinsames Arbeiten und Austausch wachsen kann.
Lilian Andreae Galarza
Lilia Andreae Galarza ist die Gründerin von nouranour in Witten, einer Lern- und Nähwerkstatt für Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung. nouranour unterstützt die Teilnehmerinnen durch qualifizierende Textilarbeit, stärkt ihre gesellschaftliche Teilhabe und hilft ihnen auf dem Weg zur ökonomischen Unabhängigkeit. Die Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Wirtschaft liegt ihr dabei besonders am Herzen. Dieses Ziel verfolgt das Projekt, indem es lokal und deutschlandweit Kleidungsreparaturen anbietet und Upcycling Projekte für verschiedene Organisationen durchführt.
Ziele & Kompetenzen
Schwerpunkte:
-Interkultureller Austausch
-Sprache und Kommunikation im Alltag
-Textil, Mode und Handarbeit als gesellschaftliche und kulturelle Praxis
-Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und verantwortungsvoller Konsum
-Globale Zusammenhänge der Modeindustrie (Fast Fashion / Slow Fashion)
-Gleichberechtigung, Teilhabe und soziale Verantwortung
-Lernen durch Praxis, Begegnung und gemeinsames Arbeiten
Kompetenzen:
Die Studierenden:
-haben einen einblick in das Thema Integration, Interkulturalität und sozialer Teilhabe
-beschätigen sich mit die soziale, kulturelle und ökologische Bedeutung von Kleidung und Mode
-setzen sich mit Strukturen und Auswirkungen der globalen Modeindustrie auseinander
-erleben die Rolle von Handarbeit und kreativem Tun als verbindendes, kulturelles Element
-erleben wie Sprache als sozialen Prozess, der auch jenseits formaler Sprachkurse entstehen kann.
Maximale Teilnehmendenzahl
20 Teilnehmer