Rechtspopulismus enttarnen – Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
Rechtspopulistische Bewegungen und Parteien gewinnen seit einigen Jahren in Europa und weltweit an Einfluss. Sie appellieren an Ängste, bedienen sich vereinfachender Erzählungen und untergraben damit demokratische Diskurse und Institutionen. Ihr Aufstieg speist sich aus einer tief empfundenen gesellschaftlichen Spaltung. Diese führt zu einem wachsenden Bedürfnis nach Orientierung, Zugehörigkeit und Kontrolle. Das Seminar „Rechtspopulismus enttarnen – Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken “ widmet sich diesen Herausforderungen aus interdisziplinärer Perspektive und bringt Wissenschaftler:innen, Pädagog:innen und Kulturschaffende in einen dialogischen Austausch. Ziel ist es, Mechanismen populistischer Rhetorik und autoritärer Mentalitäten zu verstehen – und zugleich Wege zu erproben, wie demokratische Praxis, Empathie und gesellschaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden können.
Prof. Dr. Kazuma Matoba
Apl.-Professor in der Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft in UWH
Director of Institute for Global Integral Competence
Dr. Svenja Hartwig
Seit 2020 bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin am WittenLab. Zukunftslabor Studium fundamentale der UW/H. Zuvor studierte ich im B.Sc. und M.Sc. Psychologie an der WWU Münster und promovierte 2018 an der TU Dortmund ebenfalls im Fach Psychologie im Bereich der Lehr-Lernforschung. Nach einer kurzzeitigen Tätigkeit an der FernUniversität Hagen landete ich dann in Witten.
Als pädagogische Psychologin hat mich Lehren und Lernen in den verschiedensten Kontexten schon immer fasziniert. Daher habe ich mich damit auch beruflich schon aus unterschiedlichsten Perspektiven beschäftigt – sei es als Dozentin, als Forscherin oder aus einer Meta-Ebene. Mittlerweile arbeite ich vorrangig an der Qualitätssicherung der Lehre und der Prozesse am WittenLab und bin daher auch die zentrale Ansprechperson für alle Themen im Bereich Evaluation oder sonstigen Feedbacks.
Ayse Kalmaz
Ich arbeite an den Schnittstellen von Kunst, Gesellschaft und politischer Bildung.
Als Theatermacherin und Autorin entwickle ich interdisziplinäre Projekte mit Fokus auf Teilhabe, Erinnerungskultur und Empowerment marginalisierter Perspektiven.
In meinen Seminaren geht es um ästhetische Forschung, kollektives Gestalten und die Frage, wie Kunst als Werkzeug für gesellschaftliche Veränderung wirken kann.
Patrick Ritter, M.A.
Patrick Ritter (M.A.), cultural worker from Bochum, studied Empirical Cultural Studies, Sociology and English Literature at the University of Tübingen. In 2015, he came to the Ruhr region for a traineeship in project management at Urbane Künste Ruhr and has since worked primarily in participatory art and cultural projects as a curator, workshop leader, and author. In his cultural professional life he worked with Interkultur Ruhr (a program of Regionalverband Ruhr), the former Zukunftskademie NRW Bochum, the Frankfurt Communications Museum, the Endstation.Kino in Bochum, IFAK e.V. (MSO in Bochum), the BIH Looks Around Film Festival in Bottrop, Stiftung Bildung (Berlin) and others.
Patrick Ritter (M.A.), Kulturschaffender aus Bochum, studierte Empirische Kulturwissenschaft, Soziologie und englische Literatur an der Uni Tübingen. 2015 kam er für ein Volontariat im Projektmanagement bei Urbane Künste Ruhr ins Ruhrgebiet und arbeitet seither meist in partizipativen Kunst- und Kulturprojekten als Kurator, Workshopleiter und Autor. Einige seiner Stationen: Interkultur Ruhr (Regionalverband Ruhr), ehem. Zukunftskademie NRW Bochum, Kommunikationsmuseum Frankfurt, das Endstation.Kino in Bochum, IFAK e.V. (MSO in Bochum), das BIH Looks Around Film Festival in Bottrop, Stiftung Bildung (Berlin) und andere.
Dr. Andrea Schlicker
Ich verbinde durch meine langjährige Tätigkeit als Physiotherapeutin und meinem Studium der Erziehungswissenschaften und Erwachsenenbildung die Bereiche Therapie und Pädagogik. Ich beschäftige mich seit geraumer Zeit mit den Themen Vorurteile, Diskriminierung, Rassismus und Macht, im gesellschaftlichen aber auch im interprofessionellen Kontext. Zudem bin ich ehrenamtlich für das Berliner Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus (AgR)" tätig. Dort bilden wir Stammtischkämpfer*innen aus, wobei mein Schwerpunkt auf der Ausbildung der Teamenden liegt. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich zudem mit dem Thema häusliche Gewalt. Durch diverse Fortbildungen versuche ich mein Wissen immer weiter zu vertiefen und möchte durch dieses Wissen das Thema an der UW/H sichtbar(er) machen.
Cem Sentürk, M.A.
Cem Sentürk studierte Verwaltungswissenschaft an der Universität Istanbul und erwarb seinen Master in Politikwissenschaft und internationalen Beziehungen an der Technischen Universität Yıldız in Istanbul. Seit 2006 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI), wo er den Programmbereich „Partizipation in Wirtschaft und Kommune“ leitet. Seit 2021 unterrichtet er "Migration und Integration" an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW). Seine Forschungsschwerpunkte umfassen kommunale Integrationskonzepte, Arbeits- und Ausbildungsmarktbeteiligung von Migrant*innen, deutsch-türkische Städtepartnerschaften sowie die wirtschaftliche Selbstständigkeit von Migrant*innen.
Ziele & Kompetenzen
- Sozialpsychologische Grundlagen autoritären Denkens
Eine Auseinandersetzung mit den psychischen und gesellschaftlichen Mechanismen von Autoritarismus, Angst, Projektion und Gruppenidentität.
- Demokratiebildung durch Zuhören und Sprechen – Solidarität stärken
Wie dialogische Praktiken und die Fähigkeit zum empathischen Zuhören zur Stärkung demokratischer Kultur beitragen können.
- „AfD konstruktiv zerstören“
Eine provokante Einladung, Strategien der argumentativen, zivilgesellschaftlichen und kulturellen Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Diskursen zu entwickeln.
- Kontinuität und Aktualität des Antiziganismus – Kampf um Anerkennung von Minderheiten im antidemokratischen Politklima
Analyse der historischen und gegenwärtigen Formen von Antiziganismus als Beispiel für strukturelle Diskriminierung und demokratische Erosionsprozesse.
Maximale Teilnehmendenzahl
30 Teilnehmer