Meine UWH
Menü schließen

Patriarchale Strukturen – mehr als nur Gender-Pay-Gap?!

Lena Labuwy-Stark

Reflexiv
Gesellschaft & Demokratie Wirtschaft & Organisation
Präsenz  / max. 20 Teilnehmende
deutsch
14-tägliche Lehrveranstaltung / vormittags
Teilnahmemodalitäten
Termine
UWE

„Das Patriarchat gibt es nicht mehr. Frauen werden doch nur im Kontext des Gender-Pay-Gap ungleich behandelt, oder?"

Auch wenn Frauen im Verlauf der Geschichte viele entscheidende Errungenschaften zur Gleichstellung erlangt haben und vor dem Gesetz gleich sind (Artikel 2, Absatz 2 GG), sind sie es faktisch nicht. Mit dem Begriff des Patriarchats lassen sich aktuelle Geschlechterverhältnisse aber nicht mehr so einfach fassen. Im wissenschaftlichen Diskurs wird unter anderem von Post-Patriarchat, Neopatriarchat oder der flexiblen Geschlechterordnung gesprochen.

In diesem Seminar setzen Sie sich mit dem Begriff des Patriarchats auseinander und bringen diesen mit aktuellen Fällen aus den Medien in Verbindung. Im ersten Teil der Doppelstunde widmen wir uns einem bestimmten Thema, wie dem Fall Gisèle Pelicot, Colin Fernandez, der Epstein-Affäre, dem Buch von Alexandra Zykunov „Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!", dem Buch von Andrea Böhm „Fighting like a Woman" oder Ihren mitgebrachten Themen. Im zweiten Teil der Doppelstunde werden Sie Ihr erworbenes Wissen und Ihre Eindrücke in der Erstellung sogenannter Körperkarten reflektieren und künstlerisch zum Ausdruck bringen.

Lena Labuwy-Stark

Lena Labuwy-Stark

Ausbildung zur Erzieherin (2011-2014). Studium der Kindheitspädagogik an der Fliedner-Fachhochschule Düsseldorf (2015-2018) und der Erziehungswissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal (2020-2024). Im August 2024 Masterabschluss mit dem Titel: Zwei Intellektuelle zur Möglichkeit einer politischen Erwachsenenbildung nach 1945: Th. W. Adorno und M. Horkheimer. Seit November 2025 im Rahmen des von der Werner Richard - Dr. Carl Dörken-Stiftung finanzierten Projekts "Die Geschichte und Zukunft des Studium fundamentale der Universität Witten/Herdecke" an der Bergischen Universiät Wuppertal angestellt.

Forschungsinteressen:

Geschichte des Bildungsbegriffs

Bildungsphilosophie

Kritische (Bildungs-)Theorie

(politische) Erwachsenenbildung

Universitätsgeschichte mit dem Schwerpunkt: Studium Generale in der BRD nach 1945

Universitäts- und Wissenschaftsverständnis in der BRD nach 1945

Seminar zur Merkliste hinzufügen

Ziele & Kompetenzen

Auf der Wissensebene erhalten Sie die Möglichkeit, sich mit dem Begriff des Patriarchats und seinen neuen Begrifflichkeiten und Aushandlungen aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen auseinanderzusetzen. Gleichzeitig können Sie dies mit aktuell in den Medien diskutierten Fällen in Verbindung bringen und auf der Handlungsebene Ihr wissenschaftlich erworbenes Wissen reflektieren und künstlerisch verarbeiten.