Mit den Händen denken: Biodiversität schaffen am Günnemann-Kotten
Wie können wir mit unserem Handeln nachhaltige Systeme schaffen und aktiv zum Erhalt unseres Planeten und der Menschheit beitragen? Was bedeutet eigentlich Biodiversität, und wie stärken wir sie? Wie entsteht Veränderung und Handlungswillen für eine nachhaltige Entwicklung?
Mit diesen und weiteren Fragen möchten wir uns beschäftigen, und zwar hautnah im Sinne eines aktiven Erlebens am Günnemann-Kotten. In diesem Semester widmen wir uns der Aufgabe, den Günnemann-Kotten zu einem sogenannten „Trittsteinbiotop“ weiterzuentwickeln, um einen Lebensraum für verschiedene Arten zu schaffen und den Hof ökologisch aufzuwerten.
Euch interessieren Themen wie Biodiversität, Nachhaltigkeit und Ökosysteme, und ihr habt Lust, drei Seminartage draußen an der frischen Luft zu verbringen und wortwörtlich „mitzuackern“? Dann seid ihr hier richtig. Eurer Kreativität und eigenen Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt, und ihr könnt euch auf verschiedenste Weise einbringen.
Annalena Präger, M.Sc.
Ich arbeite als Researcherin im Forschungsbereich „Innovationslabore“ in der Abteilung „Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren” am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Das bedeutet konkret, dass ich mich damit beschäftigte, wie wir eine nachhaltigere Welt und Gesellschaft für uns alle gestalten können und dabei auf beiden Seiten, nämlich einerseits in der Produktion und andererseits auf der Konsumseite, ansetzen. Den größten Hebel sehe ich in der Bildung, weshalb mein Forschungsschwerpunkt Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ist. Mich begeistert es, auf transdisziplinäre Weise gemeinsam mit verschiedensten Menschen Zukunftskompetenzen zu entwickeln und dabei selbst ständig Neues zu lernen.
Ziele & Kompetenzen
Thematische Schwerpunkte:
Nachhaltige Entwicklung, Biodiversität, Systems Thinking, Quartiersentwicklung und Reallabore, Transdisziplinarität
Lernergebnisse:
Die Studierenden kennen das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung und verstehen insbesondere die ökologische Problemlagen. Sie haben nicht nur ein allgemeines Verständnis von Biodiversität, sondern wissen auch, wie es um die Biodiversität spezifisch am Günnemann-Kotten steht und welche Relevanz sie hat. Die Studierenden sind in der Lage, eigenständig Strategien und Maßnahmen für die Steigerung der Biodiversität am Günnemann-Kotten und die ökologische Aufwertung des Hofs zu entwickeln und umzusetzen. Dabei sind sie fähig, sich transdisziplinär, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteursgruppen mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Studierenden verstehen komplexe Systeme und können mit den Zusammenhängen und Eigenschaften der Systeme am Günnemann-Kotten arbeiten. Sie sind in der Lage, selbstwirksam zu handeln und haben Gestaltungskompetenzen erlernt bzw. gefördert.
Maximale Teilnehmendenzahl
20 Teilnehmer