Künstliche Intelligenz in den Künsten: Konkurrent*in oder Partner*in?
Künstliche Intelligenz gilt als Game-Changer in der Arbeitswelt. Während einige diese Entwicklung sorgenvoll beobachten, begrüßen andere sie euphorisch. Auch die Künste sind hiervon betroffen. In einem Jahrzehnt, in dem mit generativer KI immer erstaunlichere Bilder, Videos, Texte und Musik mit kreativem und sogar künstlerischem Anspruch erzeugt werden, stellt sich die Frage, wie sich Künstler*innen gegenüber dieser Technologie verhalten. Kommt das Selbstverständnis ins Wanken, mit dem Kunst traditionell als Inbegriff menschlicher Individualität und Originalität aufgefasst wird? Oder können Machine-Learning-Systeme als produktive Instrumente in der künstlerischen Praxis eingesetzt werden, um das Verhältnis und die erweiterten Kooperationen von Mensch und Maschine zu untersuchen? Wir werden uns mit zeitgenössischer Kunst beschäftigen. Die übergeordnete Fragestellung lautet dabei stets: Was können wir durch die Kunst über unseren heutigen und zukünftigen Umgang mit KI-Systemen lernen?
• 05.07. 12-14 Uhr obligatorischer Besuch der Ausstellung „Starmirror” (Kunstsammlung NRW, Düsseldorf), als Ausgleich entfallen zwei Donnerstagstermine
Prof. Dr. Renate Buschmann
Ich bin Kunstwissenschaftlerin und seit 2020 im Studium fundamentale am WittenLab tätig. An meinem Lehrstuhl „Digitale Künste und Kulturvermittlung“ beschäftige ich mich mit Themen und Entwicklungen der technologie- und zeitbasierten Künste seit der Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute und mit Formaten der Kulturvermittlung, die daraus entstehen. Lassen Sie uns über das Potenzial von Kunst sprechen, die Gegenwart kritisch zu reflektieren und positive Ansätze zu entwickeln.
Ziele & Kompetenzen
Schwerpunkte
- Welche Auswirkungen hat KI auf Kunst und Kreativwirtschaft?
- Welche Perspektiven der Ko-Kreativität bieten sich?
- Wie kann Kunst ein Nachdenken über die Folgen unseres Umgangs mit KI fördern?
Wissenserwerb:
- kulturwissenschaftliche Beschäftigung mit KI;
- Neue Perspektiven auf den Umgang mit KI;
- Auseinandersetzung mit Gegenwartskunst;
Kompetenzen:
- interdisziplinäre Diskurs- und Analysefähigkeit.
- Förderung der Wahrnehmungskompetenz
Maximale Teilnehmendenzahl
20 Teilnehmer