Kinder und Macht - Haben junge Menschen etwas zu sagen?
Fast jeder dritte Mensch auf der Welt ist noch keine 18 Jahre alt. Man könnte sagen: Es ist irgendwie "normal", ein Kind zu sein. Jede*r von uns war mal eines. Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – unterscheiden wir als Erwachsene ganz gerne: In jene Menschen unter 18 (die wir "Kinder" oder "Jugendliche" nennen) und jene Menschen über 18. Das sind wir, die "Volljährigen", die vermeintlich normalen, vernünftigen "Erwachsenen".
Normale Menschen haben Rechte, die man ihnen (in demokratischen Staaten) nicht nehmen kann: Sie dürfen über ihren Aufenthaltsort, ihren Körper, ihr Vermögen oder ihre Arbeitsstelle frei entscheiden. Gegen ungerechte Regelungen dürfen sie klagen oder an Wahlen teilnehmen, um diese Regelungen zu verändern.
Aber was ist mit Kindern und Jugendlichen? Wer bestimmt über sie? Warum? Und wie? Müssen wir junge Menschen schützen? Wovor? Warum dürfen sie nicht mitbestimmen? Können sie das überhaupt? Wollen sie das überhaupt? Haben junge Menschen etwas zu sagen?
Prof. Dr. Jan Ehlers
Tiermedizinstudium an der LMU München und Mediendidaktik an der Universität Duisburg/Essen. Fachtierarzt für Informatik und Dokumentation. Tätigkeiten an der LMU München und TiHo Hannover. Seit 2014 Lehrstuhlinhaber für Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke und seit 2017 Vizepräsident für Lernen und Lehren der Universität.
Ziele & Kompetenzen
Wir beschäftigen uns in diesem Seminar mit der Frage, inwieweit Kinder (körperlich und psychisch, aber auch rechtlich und gesellschaftlich) in der Lage sind, über sich selbst zu bestimmen, für ihre eigenen Interessen einzustehen und diese auch durchzusetzen.
Nach dem Seminar solltet ihr in der Lage sein, strukturelle Diskriminierung von jungen Menschen zu erkennen und machterhaltende Narrative von Erwachsenen ebenso zu hinterfragen, wie lieb gewonnene Konzepte von "Kindheit".
Maximale Teilnehmendenzahl
30 Teilnehmer