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Inside Health – Patient Journeys | Storytelling von und mit Menschen mit chronischen Erkrankungen

Dipl. Stefan Palmowski

Reflexiv
Gesundheit & Körper Selbst & Persönlichkeit
Präsenz  / max. 25 Teilnehmende
deutsch
Wöchentlicher Termin am Stufu-Donnerstag / nachmittags
Teilnahmemodalitäten
Termine
UWE

Wie erleben Menschen mit chronischen Erkrankungen die Gesellschaft, das Gesundheitssystem, medizinische Versorgung und Begegnungen mit Fachpersonen und Institutionen? Welche Erfahrungen, Herausforderungen und Ressourcen prägen ihren Weg durch Diagnostik, Behandlung, Beratung und Begleitung?

Im Zentrum dieses Seminars stehen die Geschichten von Menschen mit chronischen Erkrankungen. Gemeinsam mit Patient:innen setzen sich die Studierenden mit individuellen Krankheits- und Versorgungserfahrungen auseinander und lernen narrative Zugänge (Storytelling) als Möglichkeit kennen, Gesundheit, Krankheit und Versorgung aus unterschiedlichen Perspektiven zu verstehen.

Durch Begegnungen mit Patient:innen, gemeinsame Reflexionen sowie kreative und narrative Methoden werden verschiedene Sichtweisen auf Versorgung und gesellschaftliche Teilhabe sichtbar. Dabei geht es nicht nur um medizinische Fragen, sondern auch um Kommunikation, Beziehungsgestaltung, institutionelle Abläufe, Unsicherheit, Vertrauen und die Reflexion eigener Annahmen.

Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen. Es lädt dazu ein, eigene Perspektiven zu hinterfragen, andere Sichtweisen zuzulassen, Dialogfähigkeit zu stärken und die Bedeutung von Patient:innen- und Erfahrungsperspektiven für Gesundheitssystem, Gesellschaft, Wissenschaft und Versorgung zu diskutieren.

Dipl. Stefan Palmowski

Stefan Palmowski

Geboren mitten im Ruhrgebiet begann mein beruflicher Weg als Krankenpfleger in Gelsenkirchen. Nach dem Studium der Pflegewissenschaft in Bochum wechselte ich zur Verbraucherzentrale NRW und durfte in verschiedenen Projekten zum gesundheitlichen Verbraucherschutz mitwirken.

Parallel arbeitete ich freiberuflich als Sachverständiger für die Begutachtung von Pflegebedürftigkeit. Nach der Zeit bei der Verbraucherzentrale wechselte ich als zur Unabhängigen Patientenberatung Deutschland – seinerzeit noch in Hand der Patientenvertretungsorganisationen – bei der ich über viele Jahre Menschen mit medizinischen und sozialrechtlichen Problemen beraten durfte. Neben meiner Arbeit als Krankenpfleger war dies sicher die Zeit, die mich am meisten geprägt hat, zeigte sie mir doch, wo die Baustellen und Problemfelder im deutschen Gesundheitswesen liegen. Seitdem ist mir die Förderung und das Ringen um mehr Patient*innenbeteiligung ein wichtiges Anliegen.

Seit dieser Zeit engagiere ich mich auch für das Thema Organspende, bin seit 2008 für das Projekt „Paten für Organspende“ tätig und darf seit einigen Jahren das Netzwerk Organspende NRW e. V. als Vorstandvorsitzender begleiten. Beruflich arbeite ich seit 2021 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Witten/Herdecke und übernehme dort hauptsächlich Aufgaben in der Lehre mit dem Schwerpunk Ärztliche Gesprächsführung.

Prof. Dr. Claudia Kiessling

Claudia Kiessling

Claudia Kiessling ist Ärztin und gesundheitswissenschaftlerin und leitet den Lehrstuhl für die Ausbildung personaler und interpersoaler Kompetenzen im Gesundheitswesen. Ihre Schwerpunkte in der Lehre sind aktuell die ärztliche Gesprächsführung, Teamkompetenz und Professionelle Identätsbildung.

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Ziele & Kompetenzen

Thematische Schwerpunkte:

- Patient Journeys und Versorgungserfahrungen von Menschen mit chronischen Erkrankungen,

- Narrative Medizin und Storytelling als Zugang zu Erfahrungswissen,

- Patient:innenperspektiven auf Diagnostik, Behandlung und Versorgung,

- Kommunikation und Beziehungsgestaltung im Gesundheitswesen,

- Vertrauen, Unsicherheit und Teilhabe im Kontext chronischer Erkrankungen,

- Reflexion eigener Annahmen und Offenheit für andere Perspektiven als Grundlage gesellschaftlicher Diskurse,

- Reflexion professioneller und gesellschaftlicher Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit.

Lernergebnisse auf Wissensebene:

- Die Studierenden kennen grundlegende Konzepte narrativer Ansätze und des Storytellings im Gesundheitskontext.

- Die Studierenden verstehen die Bedeutung subjektiver Krankheits- und Versorgungserfahrungen.

- Die Studierenden können Herausforderungen und Ressourcen von Menschen mit chronischen Erkrankungen im Gesundheitswesen und in gesellschaftlichen Kontexten beschreiben.

- Die Studierenden kennen die Bedeutung von Erfahrungswissen für die Weiterentwicklung von Versorgung, Gesundheitssystem und gesellschaftlichem Dialog.

Kompetenzen auf Handlungsebene:

- können unterschiedliche Perspektiven auf Gesundheit, Krankheit, Gesellschaft und Versorgung einnehmen und reflektieren;

- beziehen Patient:innen- und Erfahrungsperspektiven in Diskussionen und Problemanalysen ein;

- reflektieren eigene Annahmen und setzen sich offen mit anderen Sichtweisen auseinander;

- stärken ihre Kommunikations-, Reflexions- und Dialogkompetenz;

- entwickeln Sensibilität für die Bedeutung von Erfahrungswissen in Wissenschaft, Gesellschaft und Versorgung;

- können narrative Methoden nutzen, um komplexe Erfahrungen sichtbar zu machen und kritisch zu reflektieren.