Der Wille zur Macht: Auch eine Einführung in die Philosophie
Die einfache Einteilung der Natur in die Reaktionsalternative, zu fliehen oder anzugreifen, hilft bei der Einschätzung, ob man Menschen Verantwortung übertragen kann. Nur wem es gegeben ist, Konflikte mit anderen auszuhalten, wird der Erwartung gerecht, die mit dem Versprechen verknüpft ist, das der Verantwortung innewohnt: einzustehen für etwas oder jemanden, auch wenn es unangenehme Folgen hat. Verantwortung ist eine Tugend des Angriffs. Rechtfertigung die der Verteidigung. Und dann ist da noch die Zuständigkeit. Als Verantwortungsersatz taugt sie nicht. Indes, alle drei, Verantwortung, Zuständigkeit, Rechtfertigung, könnten uns längst überfordern. Ein Kennzeichen unseres technischen Zeitalters ist, dass wir den Bezug verloren haben zu den Dingen, die wir schaffen: so, dass es schwerfällt, Verantwortung zu übernehmen für die Risiken, die mit ihnen einhergehen. Gibt es eine Verantwortung für das, was wir nicht beherrschen, nicht verstehen, für Wahrscheinliches oder Künftiges?
Prof. Dr. Jürgen Werner
Fragt man Jürgen Werner nach seinem Beruf, erzählt er manchmal eine Episode aus dem Film „Jules et Jim“ von François Truffaut: In einem Eisenbahnabteil sitzend begegnen die beiden Titelhelden einander, woraufhin der eine den anderen anspricht und wissen will, was der denn von Beruf sei. „Ich bin ein Neugieriger“, bekommt er zur Antwort. „Das ist doch kein Beruf“, zeigt sich der erste verwundert. Doch er wird beschieden: „Aber das wird mal einer“. – Alle Neugierigen finden mehr unter www.juergen-werner.com/leben.
Ziele & Kompetenzen
Lust aufs Denken, Lust am Denken. Zu den Inhalten: Siehe Kursbeschreibung
Maximale Teilnehmendenzahl
30 Teilnehmer