Data Skills im Gesundheitswesen: Fit für Forschung und Praxis
Gesundheitsdaten sind der Schlüssel zu Innovation und Forschung – doch ein verantwortungsvoller Umgang mit Ihnen will gelernt sein. In diesem Kurs tauchen Studierende praxisnah in die Welt der Datenkompetenz und des Forschungsdatenmanagements ein. Sie erfahren, wie man Gesundheitsdaten sicher erhebt, strukturiert, analysiert und nachhaltig nutzbar macht. Spannende Beispiele aus Forschung und Praxis zeigen, welche Chancen datengetriebenes Arbeiten im Gesundheitswesen eröffnet – von besseren Therapieansätzen bis zu effizienteren Prozessen. Wer fit für die Zukunft des Gesundheitswesens sein möchte, legt hier das richtige Fundament.
Anne Mainz, M.Sc.
Ich habe ursprünglich "Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaften" studiert, was sich mit dem Zusammenspiel von Mensch und Computer beschäftigt. Beruflich forsche ich nun zu dem „Faktor Mensch“ in digitalen Gesundheitssystemen. Besonders im Gesundheitswesen gibt es viel und hohes Potenzial, digital zu unterstützen. Diese Unterstützungen können aber nur funktionieren, wenn sie mit den Menschen und für die Menschen entwickelt werden, die diese später anwenden sollen. Mensch und Technik einander näher zu bringen begeistert mich und ist meiner Meinung nach ein hoch relevantes Thema in der heutigen Zeit.
Prof. Dr. Sven Meister
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz beeinflussen unsere Lebens- und Arbeitswelt. Als Informatiker, sitzend in der Humanmedizin, interessieren mich nicht nur die technischen sondern auch die menschlichen Aspekte - in meinem Fachbereich nennt man das Mensch-Technik Interaktion (MTI). Die MTI verknüpft technische, psychologische, sozialwissenschaftliche und ethische Aspekte, um zu verstehen, warum Menschen Bock auf Technik haben und wie Technik gestaltet sein muss, um größtmögliche Akzeptanz zu erzielen. Mich begeistert die hoch interdisziplinäre Forschung, welche Professionen zusammenbringt.
Nach meinem Studium der Bio- und Medizininformatik in Bielefeld, ging es nach Dortmund. Parallel zu meiner Arbeit an einem Fraunhofer-Institut promovierte ich an der TU Dortmund im Bereich der angewandten Informatik. Seit 2021 habe ich den neu geschaffenen Lehrstuhl für Gesundheitsinformatik an der UW/H inne, bin aber weiterhin an das Fraunhofer ISST in Dortmund affiliiert.
Ziele & Kompetenzen
Fachliche Lernergebnisse:
• Verständnis der Grundlagen von Datenkompetenz und Forschungsdatenmanagement im Gesundheitswesen
• Kenntnisse zu Datenschutz, Datensicherheit und ethischen Fragestellungen bei Gesundheitsdaten
• Fähigkeit zur Strukturierung, Dokumentation und Nachnutzung von Forschungsdaten
• Wissen über Standards, Tools und Infrastrukturen für Datenmanagement im Gesundheitsbereich
Methodische Kompetenzen:
• Anwendung praktischer Strategien zum Organisieren, Aufbereiten und Analysieren von Gesundheitsdaten
• Nutzung gängiger Werkzeuge für Datenmanagement (z. B. für Metadaten, Data Sharing oder Versionierung)
• Entwicklung eigener Datenmanagementpläne für Forschungsprojekte
• Kritische Reflexion von Datenqualität und Nachvollziehbarkeit
Überfachliche Kompetenzen:
• Sensibilisierung für die gesellschaftliche Bedeutung und Risiken der Nutzung von Gesundheitsdaten
• Übertragbarkeit der erlernten Methoden auf Studium, Forschung und berufliche Praxis im Gesundheitswesen
• Stärkung der digitalen Kompetenz für Studium, Karriere und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Maximale Teilnehmendenzahl
30 Teilnehmer