Umgang mit Akut- und Notsituationen

René Schiffner
Das Teilgebiet der Medizin welche sich mit der Erkennung und Behandlung von lebensbedrohlichen und weniger lebensbedrohlichen Erkrankungen widmet ist per se als ein interdisziplinärer Bereich der Medizin mit einem sehr hohen Schnittstellenanteil mit artverwandten Gebieten zu verstehen. Der anhaltend schwierige Umgang mit dem System Notfallmedizin –von der Rettungskette über die präklinische und klinische notfallmedizinische Versorgung bis hin zur Katastrophenmedizin hat zu einer eigentümlichen Ausprägung mit Systembesonderheiten geführt.
Eine Begrenztheit der zur Verfügung zu bringenden Ressourcen wird durch einen hohen persönlichen Einsatz zahlreicher Akteure mehr oder minder kompensiert.
Durch Einblicke in die Methoden der Introspektion erfahren Teilnehmer an der Lehrveranstaltung über Möglichkeiten zur Verbesserung der psychischen und seelischen Gesundheit. Durch Techniken der Theaterpädagogik gelingt es eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Situationen anwenden zu können.

Handling acute and emergency situations

The branch of medicine that deals with the recognition and treatment of life-threatening and less life-threatening illnesses is per se to be understood as an interdisciplinary field of medicine with a very high proportion of interfaces with related fields. The persistently difficult handling of the emergency medicine system – from the rescue chain to preclinical and clinical emergency medical care through to disaster medicine – has led to a peculiar development with system peculiarities.
The limited resources available are more or less compensated for by the high personal commitment of numerous players.
Through insights into the methods of introspection, participants in the course learn about ways to improve mental and emotional health. Through techniques of theater pedagogy, it is possible to apply a holistic approach to situations.

What do I need to know to participate?
What can we learn from dealing with emergency situations and how do I deal with them?
This question is to be answered structurally and tools are to be conveyed to everyone, especially non-medical people, using theater pedagogy.

How will we learn?
The relevant skills are taught to a very small extent in the form of traditional lectures. The main focus is on the practical teaching of theater pedagogical skills.

Seminar Goal
The course teaches skills in the basic elements:
– of the performing arts:
How is expression created? Here we work with the categories body – posture (body-spine) gestures (hands) facial expressions (face). The aim is to deconstruct the overall expression into partial aspects in order to better understand and learn to “read” them.
– This is conveyed in the area of communication:
Senses switched off: communication without eyes, without speech, without hearing and without understanding.
Body-controlled dialog. Metacommunication, non-verbal communication – what is behind it? Misunderstandings as comedy. Here we work with improvisational theater methods.
– in the area of learning:
Re-enacting situations, imagining new situations, creating situations. Here we work with conflict and drama as an essential part of life.
– and in the area of reflection:
Mistakes, as a source and as a question of interpretation. Allowing mistakes and even wanting to make mistakes. Here we work with the elements of comedy.

Maximum number of participants
20

 

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René Schiffner
Prof. Dr. René Schiffner wurde am 18. April 1978 in Bad Frankenhausen geboren. Er ging in seinem Heimatort Ringleben zur Schule und wechselte für die Gymnasialstufe nach Bad Frankenhausen. Nach der Schule begann er eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann. 1998 trat er in die Bundeswehr ein und studierte Medizin an der Universität GH Duisburg- Essen und an der FSU in Jena. Nach verschiedenen Assistenzarztstellen promovierte er 2007 an der Universität GH Duisburg- Essen in der Herz-Thorax- und Gefäßchirurgie. Ab 2013 leitete René Schiffner für 6 Jahre die Notaufnahme der Waldkliniken Eisenberg, ein Krankenhaus übrigens, das mittlerweile fast jedem Krankenhausmanager als deutsches Vorzeigekrankenhaus bekannt sein dürfte. 2019-2020 war er Oberarzt in der ZNA des Universitätsklinikums Magdeburg. Über Stationen als Chefarzt in Helios Krankenhäusern in Hildesheim und Wuppertal ist er seit dem 01. September 2024 Chefarzt der Interdisziplinären Notaufnahme und Chefarzt der Medizinischen Klinik 6/ Allgemeine Innere Medizin am Städtischen Klinikum Braunschweig (skbs). Prof. Schiffner ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie für Innere Medizin und besitzt die Zusatzbezeichnungen für Notfallmedizin sowie Klinische Akut- und Notfallmedizin. Er hat sich in Orthopädie und Unfallchirurgie und Notfallmedizin habilitiert, absolvierte ein Zweitstudium zum Master of Health Business Administration (MHBA) und ist apl. Professor der Fakultät Gesundheit der Universität Witten-Herdecke, dessen Lehrstuhl für Klinische Akut- und Notfallmedizin er für den Wechsel an das skbs aufgegeben hat, gleichwohl dort nach wie vor lehrt und forscht.
E-Mail: reneschiffner@gmx.de
Was muss ich mitbringen?

Was können wir aus dem Umgang mit Notsituationen lernen und wie gehe ich damit um?
Diese Frage soll strukturell beantwortet werden und Werkzeuge welche theaterpädagogisch an jedwede Person, insbesondere auch an Nicht-Mediziner vermittelt werden.

Wie werden wir lernen?

Die Vermittlung der entsprechenden Kompetenzen erfolgt zu einem sehr kleinen Teil in Form klassischer Vorlesung. Der Hauptaugenmerk liegt in der praktischen theaterpädagogischen Kompetenzvermittlung.

Ziel der Veranstaltung

In der Lehrveranstaltung werden Kompetenzen in den Grundelementen:
- der darstellenden Kunst vermittelt:
Wie entsteht Ausdruck? Hier arbeiten wir mit den Kategorien Körper - Körperhaltung (Körper-Wirbelsäule) Gestik (Hände) Mimik (Gesicht). Es geht um die Dekonstruktion des Gesamtausdrucks auf Teilaspekte, um diese besser zu verstehen und „lesen“ zu lernen.
- im Bereich der Kommunikation vermittelt:
Ausgeschalteten Sinne: Kommunikation ohne Augen, ohne Sprache, ohne Hören und ohne Verstand.
Körpergesteuerter Dialog. Metakommunikation, Nonverbale Kommunikation was steckt dahinter? Missverständnisse als Komik. Hier arbeiten wir mit Methodiken des Improtheaters vermittelt.
- im Bereich des Lernen vermittelt:
Situationen nachstellen, Neue Situationen Vorstellen, Situationen entstehen lassen. Hier arbeiten wir mit dem Konflikt, dem Drama, als wesentlicher Bestandteil des Lebens.
- und im Bereich der Reflexion vermittelt:
Fehler, als Quelle und als Frage der Interpretation. Fehler erlauben und sogar Fehler machen wollen. Hier arbeiten wir mit den Elementen der Komödie.

Max. Teilnehmendenzahl

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