Sein und Hoffen: Künstlerische, philosophische und soziologische Perspektiven auf Gegenwarten und Zukünfte

Renate Buschmann und weitere Dozierende
Das Seminar ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und wird gemeinsam von Renate Buschmann (Prof.in für Digitale Künste und Kulturvermittlung, WittenLab) und Werner Vogd (Prof. für Soziologie, Fakultät für Gesundheit) durchgeführt.

Zukunftsentwürfe haben derzeit Konjunktur, auch wenn angesichts der aktuellen Weltlage bereits kurzfristige Prognosen brisant und unzuverlässig sind. Besonders für Philosoph*innen wie für Künstler*innen war die Zukunft schon immer ein Gestaltungsfeld, in dem ohne Rücksicht auf reale Verhältnisse grundlegende Sozialutopien für kommende Zeiten ausgedrückt wurden. Doch die Frage, welches Morgen wir uns heute erhoffen, ist unmittelbar mit der persönlichen Wahrnehmung einer vielschichtig anwachsenden Gegenwart verbunden.

Ausgehend von ausgewählten philosophischen Texten und Werken der Gegenwartskunst wird im Seminar das komplexe Verhältnis des Einzelnen zur Gegenwart thematisiert und die Abwägung zwischen Chancen und Risiken individueller und kollektiver Zukünfte diskutiert. Zum Abschluss werden die Teilnehmer*innen mit eigenen künstlerischen Projekten ihre persönlichen Perspektiven auf Gegenwart und Zukunft äußern können.

Being and hoping: Artistic, philosophical and sociological perspectives on the present and the future

The seminar is an interdisciplinary collaboration and is jointly organised by Renate Buschmann (Professor of Digital Arts and Cultural Mediation, WittenLab) and Werner Vogd (Professor of Sociology, Faculty of Health).
Future designs are currently booming, even if even short-term forecasts are controversial and unreliable given the current global situation. For philosophers and artists in particular, the future has always been a creative field in which fundamental social utopias for future times have been expressed without regard to real conditions. However, the question of what kind of tomorrow we hope for today is directly linked to our personal perception of a complex and growing present.

Based on selected philosophical texts and works of contemporary art, the seminar will address the complex relationship of the individual to the present and discuss the balance between the opportunities and risks of individual and collective futures. At the end, participants will be asked to express their personal perspectives on the present and future with their own artistic projects.

What do I need to know to participate?
Interest and open-mindedness for philosophy and contemporary art

How will we learn?
We work with a combination of
– Reading key texts,
– learning about examples from artistic practice,
– various dialogue formats,
– experimenting with our own artistic practice.

Seminar Goal
Reflective and sensory skills

Maximum number of participants
25

 

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Renate Buschmann
Renate Buschmann beschäftigt sich als Wissenschaftlerin und Kuratorin mit zeitgenössischer Kunst. Sie ist Professorin für Digitale Künste und Kulturvermittlung am WittenLab der UW/H.
E-Mail: Renate.Buschmann@uni-wh.de
Werner Vogd
s. Homepage der UWHWerner Vogd, geb. 1963, Prof. Dr., Universität Witten/Herdecke, Lehrstuhl für Soziologie, Forschungsschwerpunkte: Systemtheorie und rekonstruktive Sozialforschung, Leiblichkeit und Polykontexturalität, Religionssoziologie, Organisationssoziologie, Medizinsoziologie. Wichtige Veröffentlichungen: Vogd, Werner / Harth, Jonathan (2015): Die Praxis der Leere. Zur Verkörperung buddhistischer Lehren in Erleben, Reflexion und Lehrer-Schüler-Beziehung. Velbrück Wissenschaft, Weilerswist. Vogd, Werner (2011): Zur Soziologie der organisierten Krankenbehandlung. Velbrück Wissenschaft, Weilerswist.Vogd, Werner (2011): Systemtheorie und rekonstruktive Sozialforschung – Versuch einer Brücke. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Barbara Budrich, Leverkusen.
E-Mail: werner.vogd@uni-wh.de
Was muss ich mitbringen?

Interesse und Aufgeschlossenheit für Philosophie und zeitgenössische Kunst

Wie werden wir lernen?

Wir arbeiten mit einer Kombination aus
- Lesen von Schlüsseltexten,
- Kennenlernen von Beispielen der künstlerischen Praxis,
- unterschiedliche Gesprächsformate,
- Erprobung der eigenen künstlerischen Praxis.

Ziel der Veranstaltung

Reflektierende und sensorische Kompetenz

Max. Teilnehmendenzahl

25