Diskriminierungskritischer Campus – Wie kommen wir dahin?

Laura Chlebos
Sexismus, Intersektionalität oder Toxic Masculinity sind Themen, von denen du schon mal gehört hast? Aber du hattest bisher noch nicht die Möglichkeit, dich intensiver damit auseinander zu setzen?

Du möchtest wissen, wie gesellschaftlicher Wandel zustande kommt und wie du einen Teil dazu beitragen kannst?

Im Rahmen des “Seminars Diskriminierungskritischer Campus – Wie kommen wir dahin?” möchten wir gesellschaftlich relevante Themen und aktuelle Diskussionen rund um Geschlecht, Diskriminierung und Aktivismus gemeinsam beleuchten und in einem Praxisteil am Beispiel der eigenen Universität Möglichkeiten der Transformation erarbeiten.

Im ersten Schritt werden wir uns theoretisch den genannten Themen annähern: Was ist eigentlich Sexismus? Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen Diskriminierungskategorien wie z.B. Geschlecht, Herkunft oder Klasse? Wie kann man die Kategorien zusammendenken und damit eine intersektionale Perspektive einnehmen? Welche Rolle spielen Männlichkeiten im Abbau von Diskriminierung und Gewalt?

Der zweite Teil bietet die Möglichkeit, in Form eines Mini-Projekts das neugewonnene Wissen praktisch anzuwenden. Wie kann gesellschaftlicher Wandel an der Hochschule aussehen? Was können wir tun, um Machthierarchien an der Uni abzubauen? Wie können wir Raum für die verschiedenen Lebensrealitäten schaffen und dazu beitragen, dass sich alle repräsentiert fühlen? Die Mini-Projekte können in Form von Blogbeiträgen, Videos, Podcasts, Social Media-Formaten oder anderen kreativen Ideen umgesetzt werden.

Discrimination Critical Campus – How do we get there?

Sexism, intersectionality or toxic masculinity are topics you have heard of? But you haven’t had the chance to deal with them more intensively yet?

You want to know how social change comes about and how you can contribute to it?

In the seminar “Discrimination-Critical Campus – How do we get there?” we want to look at socially relevant topics and current discussions around gender, discrimination and activism together and work out possibilities for transformation in a practical part using the example of our own university.

In the first step, we will approach these topics theoretically: What actually is sexism? What are the interactions between discrimination categories such as gender, origin or class? How can we think the categories together and thus adopt an intersectional perspective? What role do masculinities play in dismantling discrimination and violence?

The second part offers the opportunity to practically apply the newly gained knowledge in the form of a mini-project. What can social change look like at the university? What can we do to dismantle power hierarchies at the university? How can we create space for the different realities of life and help everyone feel represented? The mini-projects can take the form of blog posts, videos, podcasts, social media formats or other creative ideas.

What do I need to know to participate?
The module is suitable for interested students of any academic year.

How will we learn?
Independent elaboration of the contents, reflection and discussion

Seminar Goal
– Introduction to relevant theories of gender studies and current social discussions.
– Instruction in critical thinking
– Application of the newly acquired knowledge through the independent development of one of the formats mentioned (special emphasis is placed on creative and digital implementation).

Maximum number of participants
25

 

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Laura Chlebos
Soziologin am Marie Jahoda Center for International Gender Studies an der Ruhr-Uni Bochum. An der RUB koordiniere ich „Unser Campus – eine Kampagne gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt“, die ich als Studentin konzipiert habe. Die Arbeit an der Schnittstelle von Theorie und Praxis war mir immer wichtig, da ich nicht bei der Beschreibung des Ist-Zustands stehenbleiben, sondern wissenschaftliche Ergebnisse nutzen möchte, um an einem Kulturwandel auf dem Campus mitzuwirken. In diesem Kontext interessieren mich das Verhältnis von Geschlecht und Gewalthandeln und Awarenessstrategien.
Was muss ich mitbringen?

Das Modul eignet sich für interessierte Studierende jedes Studienjahres.

Wie werden wir lernen?

Eigenständige Erarbeitung der Inhalte, Reflexion und Diskussion

Ziel der Veranstaltung

- Einführung in relevante Theorien der Geschlechterforschung und aktuelle gesellschaftliche Diskussionen
- Anleitung zum critical thinking
- Anwendung des neugewonnenen Wissens durch die eigenständige Erarbeitung eines der genannten Formate (Besonderer Wert wird hierbei auf die kreative und digitale Umsetzung gelegt).

Max. Anzahl Teilnehmender

25